Nachtrag – Kosten und Palliativausbau

Ich habe in meinem Beitrag zur aktiven Sterbehilfe gesagt man müsse die Palliativpflege ausbauen. Es ist eine Notwendigkeit über die Kosten dieses Vorhabens zu sprechen, da wir in einer Welt der Knappheit leben. Wie teuer wäre es also? Man rechnet vier Palliativdienste pro eine Millionen Menschen, das heißt also 328 Pflegedienste in ganz Deutschland. Jedes Team kostet 500.000€ pro Jahr. Das heißt also das Unternehmen würde 164 mio. € kosten. Dazu müssen wir noch die Kinderhospize nehmen: es gibt in Deutschland 11 obwohl ein vierfaches benötigt würden. Diese Investition kostet 20 mio.€. 1

Wir kommen daher auf circa 184 mio. € Kosten für einen Ausbau des Palliativnetzes. Woher soll das Geld kommen? Aus der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein. Diese Behörde regelte das bis 1976 bestehende Monopol die Herstellung des Branntweins. Nach 1976 begann die BfB damit verbilligt Branntwein von kleinen Produzenten zu kaufen und später zu verkaufen. Der Etat belief sich im Jahr 2008 auf 79,79 mio. € dazu kommen noch 126,2 mio.€ Bundeszuschuss. Also insgesamt 205,99€ mio. Wenn wir mit diesem Geld den Ausbau finanzieren blieben uns 21,99 mio.€ übrig. 2

Daher müssen wir also sagen, dass die Kosten ein Witz sind gegenüber dem menschlichen Nutzen in der würdigem Sterben liegt.

 

 

1 Alle Zahlen gemäß der ARD Dokumentation „Zuhause sterben“

2 Justus Haucap (Hrsg.) – Behördenflut, S. 43

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