Warum ist Maria wichtig?

Warum ist Maria wichtig?1
Einer der Lehren mit denen Nicht-Katholiken die größten Probleme haben ist Maria. Für viele ist die katholische Mariologie die Krone der katholischen Häresie. Der Katholik sieht das naturgemäß anders; er sieht in ihr die Inkarnation des wahren Glaubens. Das bringt uns zu dem fundamentalen Grund warum Maria wichtig ist: die Inkarnation, die Menschwerdung Gottes.
Unter Milliarden von Menschen die es gab, gibt und noch geben wird ist der Maria der eine und einzige Mensch, der die größte Nähe zu Gott gehabt hat. Sie ist der Mensch der Gott die Inkarnation ermöglicht hat; sie hat geboren. Gott trägt die Gene und das Fleisch Mariens. Diese unglaubliche Tat erwächst aus dem freien (!) Ja Marias. Darum ist Maria auch ohne Erbsünde empfangen. Sie wird von der Erbsünde bewahrt, damit sie frei und unbefangen entscheiden kann; nur eine begnadete Frau kann sich dieser Entscheidung stellen. In dieser fast schon Abhängigkeit von Maria sehen einige einen Eingriff in die Souveränität Gottes. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn „es gehört zur Allmacht dazu, sich ganz hinzugeben.“2
Indem Maria „Ja“ gesagt hat und unsere Erlösung ermöglicht hat, ist sie die Mutter des Heils geworden. Sie ist die „neue Eva“, wie die Kirchenväter sagen.3 Maria war weiterhin unter dem Kreuz und litt furchtbare Qualen (wer wolle bestreiten, dass eine Mutter leidet wenn sie ihren Sohn sterben sieht). Die hl. Schrift gibt Auskunft von der Realität und Intensität des Leidens Mariens mit ihrem Sohn: „und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen -, damit vieler Herzen Gedanken offenbar werden.“ (Lk. 2:35) Es ist daher kein Wunder dass Maria den Titel „Mater Dolorosa“ (Schmerzensmutter) trägt.
Am Kreuz noch proklamiert der Herr seine Mutter zur Mutter aller. Denn alles tut Jesus für uns; sein Leben ist ein einziges Für. Darum erklärt er seine Mutter auch zu unserer, indem er an Johannes gerichtet sagt: „Siehe, deine Mutter.“ (Joh. 19:27) Maria trägt daher „in ihrer mütterlichen Liebe … Sorge für die Brüder [Jünger] ihres Sohnes, die noch auf der Pilgerschaft sind.“4 Weil Christsein in der Kirchesein heißt (siehe meinen Artikel „Jesus Ja, Kirche Nein“), heißt in der Kirche sein gleichzeitig Maria als Mutter der Kirche haben.

Maria ist also aus drei Gründen wichtig: 1. Maria hat aus freien Stücken Gott geboren, 2. Maria hat einzigartig geholfen bei der Erlösung; sie ist die Gehilfin des Heils, 3. Sie ist die Mutter der Kirche und aller Gläubigen.

1Inspiriert durch eine Frage an Manfred Lütz (http://www.youtube.com/watch?v=2ufgUoSVvcg)
2Walter Kasper – Der Gott Jesu Christi, S. 242
3Justin Dial. 100; Irenäus – Häresien III, 22,4
4Lumen Gentium, 62
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Eine Antwort zu Warum ist Maria wichtig?

  1. Stefan Wehmeier schreibt:

    Sind die Basis allen menschlichen Zusammenlebens (die Makroökonomie, insbesondere die Bodenordnung) und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung (das Geld) fehlerhaft, ist alles fehlerhaft, was das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft. Angebot und Nachfrage sind nicht im Gleichgewicht, es entstehen Konjunkturen und Krisen, systemische Ungerechtigkeit, der Zwang zur Lüge, Bürger- und Völkerkriege, Umweltverschmutzung und -zerstörung, Terrorismus, Kriminalität, materielle und geistige Massenarmut, Fehlernährung – bis hin zur genetischen Degeneration.

    Was Zivilisation sein soll, findet sich ab Genesis_2,4b als „Paradies“, und die Ursache, warum die Menschheit bis heute nicht zivilisiert ist, unter Genesis_3 als „Erbsünde“ mit genialen archetypischen Bildern und Metaphern exakt umschrieben. Der in „diese Welt“ Hineingeborene hält die Gesellschaft für „normal“ und erkennt die zahlreichen Negativsymptome der „Mutter aller Zivilisationsprobleme“ nicht als deren zwangsläufige Folgen, sondern interpretiert sie als vermeintliche Folgen einer „Boshaftigkeit des Menschen“ – die wiederum durch eine „Moral“ zu verbessern sein müsste.

    Die irrationalen, jedoch vom „Normalbürger“ als „vernünftig“ gedachten Moralvorstellungen bestimmen die Entwicklung von Kulturen über Jahrhunderte und Jahrtausende und führen letztlich dazu, dass die wahre Zivilisation nicht nur allgemein unverstanden bleibt, obwohl sie nach dem tatsächlichen Stand des Wissens längst verwirklicht sein müsste, sondern die „Moral“ von der „etablierten Wissenschaft“ sogar als „entscheidender Vorteil“ des Menschen in der gesamten Evolution angesehen wird.

    Unterstützt wird die „Moral“ von der Religion, deren ursprünglicher Zweck es war, die Erbsünde – solange noch niemand wusste, wie sie zu überwinden ist – aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes auszublenden, damit das, was heute „moderne Zivilisation“ genannt wird, überhaupt entstehen konnte; denn kein vernünftiger – nicht religiös verblendeter – Mensch wäre dazu bereit, in einer a priori fehlerhaften Arbeitsteilung zu arbeiten, wenn er weiß, dass ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg systemnotwendigerweise unvermeidlich ist.

    Damit wurde der Krieg zum „Vater aller Dinge“, was er jedoch nur solange sein konnte, wie es noch keine Atomwaffen gab! Das heißt nun nicht, dass ein „Frieden durch ultimative Abschreckung“ möglich wäre. Um die ganze „moderne Zivilisation“ – von einem Tag auf den anderen – auszulöschen, ist es nicht erforderlich, dass irgendein wahnsinniger Präsident den „roten Knopf“ betätigt – es reicht schon aus, wenn die Menschheit gar nichts macht.

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